Umbau und Sanierung Birmannsgasse
Umbau und Sanierung Birmannsgasse
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Umbau und Sanierung Birmannsgasse
Umbau und Sanierung Birmannsgasse

Projektnummer

137

Ort

Basel

Jahr

2007–2017

Programm

Wohnungsbau

Auftragsart

Direktauftrag

Auftragsgeber/-in

Privat

Status

Realisiert

Projekt

sabarchitekten

Fotografie

Michael Fontana
Dominique Salathé

Das Hinterhaus an der Birmannsgasse ist Teil der ursprünglichen Typologie des Quartiers – einer Ende des 19. Jahrhunderts üblichen Blockrandstruktur für Basler Stadterweiterungen. Das ursprünglich als Werkstatt und Arbeiterwohnhaus genutzte Gebäude ist als einseitig nach Nordost orientiertes Haus eigentlich wenig attraktiv für Wohnnutzungen.
Die Tiefe des einseitig belichteten Grundrisses sowie der enge Hof bestimmen die Grundanlage des lang gezogenen, ca. 7 auf 20 Meter grossen Gebäudes. Der Umbau zum Wohnhaus setzte auf einen behutsamen Umgang mit der typologischen Struktur des Gebäudes. Das Erdgeschoss wurde zum Wohn-, das Obergeschoss zum Schlafbereich. Das bestehende Treppenhaus bindet beide Geschosse zusammen. Im Obergeschoss kontrastiert die kammerartige Aufreihung der Zimmer mit dem weitläufigen rückwärtigen Erschliessungsgang. Belichtet wird dieser über einen Lichtschacht, der wie eine Art «Objet trouvé» wirkt. Im Erdgeschoss verbindet ein klammerartiger Erschliessungsbereich, der als Bibliothek genutzt wird, Eingang und Zugang zum Obergeschoss und führt zum weitläufigen Wohn- und Essbereich. Dieser wird durch einen offenen Kamin strukturiert und bildet eine Art Raumtasche. Im Winter ist der Wohnund Essraum Rückzugsort – im Sommer öffnet er sich über die grossformatigen, neu eingeschnittenen Fenster an seiner Längsseite zum Hofraum. Die meisten Materialien sind roh belassen. Helle Materialfarben prägen die Raumstimmung und interpretieren die spezifische Lichtsituation im Hinterhof. Das Gebäude ist innenisoliert; die verputzte Hoffassade wurde belassen beziehungsweise wiederhergestellt. In die bestehenden Fensterleibungen wurden neue Holzfenster ein gesetzt, die durch ihr grosszügiges Format eine gewisse Modernität in den Altbau bringen. Im Erdgeschoss wurden drei neue öffnungen in die Fassade eingeschnitten. Zwei aussen aufgesetzte Fenstertüren, die sich im Sommer ganz umklappen lassen, stellen einen neuen Bezug zum Hof her. Ein grosses festverglastes, ebenfalls aussen liegendes Fenster bietet einen grossen Ein- beziehungsweise Ausblick in/auf den Hofraum, der den Mittelpunkt und Bezugsort des Hinterhauses darstellt.