Projektnummer

276

Ort

Basel

Jahr

2020

Programm

Wohnungsbau

Auftragsart

Wettbewerb

Auftragsgeber/-in

Hochbauamt Basel-Stadt

Status

Offener Wettbewerb 3. Preis

Projekt

Salathé Architekten Basel

Auszeichnung

3. Preis

Beteiligte

Statik: ZPF Ingenieure AG Basel
Bauökologie: Amstein + Walthert AG Basel
Lärmschutz: Gartenmann Engineering AG Basel
Photovoltaik: Energiebüro AG Zürich

LE VENT NOUR PORTERA - Im offenen Projektwettbewerb für den Umbau der ehemaligen Rheinschifffahrtsdirektion wird unser Projekt «Le vent nous portera...» aus 121 Eingaben mit dem 3. Preis gewürdigt. Das Projekt schlägt einen bewussten Umgang mit dem strukturell geprägten Bestandsbau vor und nimmt die Ambition der Auslober, nachhaltige und kostengünstige Wohnungen zu erstellen ernst. Die loftartigen, einseitig orientierten Wohnungen können über den Gang mit Ateliers erweitert werden. Der grosse Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss verbindet Strasse und Hof und verschafft dem Gebäude eine neue Adresse zur Strasse. Im architektonischen Ausdruck nimmt sich das Gebäude zu Gunsten der ganzen Zeile zurück.

Im Übergang zur strukturell geprägten Hafenbebauung ist das ehemalige Verwaltungsgebäude der Schweizerischen Reederei Anlass über Wohnen und neue Formen von Gemeinschaft in der Stadt nachzudenken. Die trockene Sachlichkeit des Gebäudes und seine prägnante Position zwischen Lagerhalle und Wiesenraum beeinflussen in der Folge die Qualitäten der angestrebten Neunutzung.

Ausgehend vom Bestand und dem Vorsatz möglichst minimal in den Rohbau einzugreifen werden die Wohnungen aus der Logik der bestehenden Struktur entwickelt. Die prägende räumliche Schichtung charakterisiert das Wohnen an diesem Ort. Nach Süden, zum weiten Ausblick in den Himmel und zur Wiese liegen die Wohnungen – zum Hof fasst eine schmale Schicht eine Reihe von Arbeitsräumen zusammen. Die der bestehenden Treppe direkt angebundene Erschliessung wird über die nördlichen Arbeitsräume belichtet, sie wird zu einer kleinen Strasse mit unterschiedlichen Adressen. Mit der Mischung von Wohnen und Arbeiten auf dem Regelgeschoss wird bewusst das Miteinander beider Nutzungen gesucht. Die einseitige Südorientierung der Wohnungen entlastet dabei die enge Hofsituation und ermöglicht eine intensive Nutzung des Hofraums rund um die Uhr. Die Gemeinschaft findet im grosszügigen Erdgeschoss mit Verbindung zum Hof statt und bietet reichhaltige Nutzungsmöglichkeiten und eine gute Vernetzung des Hauses mit dem Quartier.