Projektnummer

000

Ort

Riehen

Jahr

1996

Programm

Wohnungsbau, Bildung, Städtebau

Auftragsart

Studienauftrag

Auftragsgeber/-in

Hochbauamt Baselstadt

Status

Studienauftrag 1.Preis

Projekt

Salathé Architekten Basel

Beteiligte

In Zusammenarbeit mit Yves Stump und Hans Schibli

Im Studienauftrag für das Schulheim «zur Herberge» wurde eine Lösung gesucht, das parkähnliche Areal mit seinen teilweise denkmalgeschützten Bestandsbauten den neuen pädagogischen Bedürfnissen anzupassen. Neben dem Umbau der bestehenden Gebäude als Schul- und Wohngebäude, ging es darum zusätzlichen Raum für Wohngruppen zu entwickeln.
Das Areal «zur Herberge» ist als grosser Park und Freiraum erlebbar. Stolze, vor der Geländekante aufgereihte Bauten, ein wunderbarer, dichter Baumbestand und Grünräume mit vielseitigen Eigenheiten und Stimmungen prägen den Ort. Diese Qualitäten werden von den starken lmmissionen, die von der stark befahrenen Strasse ausgehen, empfindlich gestört. Trotz diesen Gegebenheiten und des erheblichen, zu planenden Bauvolumens, soll die Würde und Grosszügigkeit, die dem Anwesen eigen sind erhalten bleiben.

In Fortsetzung der Kirche säumen vier grossformatige, in ihrer Massstäblichkeit ähnliche Volumen die Strasse und definieren dessen Raum in Form einer «Solitärbebauung» im Park. Kirchgelände und gesamter Park werden trotz unterschiedlicher Nutzung als Einheit und besonderer Ort gelesen. Um die neuen Bauten bestmöglich zwischen den Bäumen und der erhaltenen Bausubstanz einzugliedern, werden die Baukörper klar strukturiert, in der Höhe variiert und treten als addierte Volumenkompositionen in Erscheinung, die in sich Körnigkeit und Massstäblichkeit auf die Bestandbauten beziehen.
Neu- und Altbau und Naturraum werden zu einem gleichwertigen Nebeneinander und ergänzen sich in gegenseitiger Spannung. Im hinteren Bereich des Areals bilden kleinere Volumen den fliessenden, Übergang zu Wald und unterem Grünbereich und zeichnen die Geländekante.
Dem Betriebsablauf angepasst finden unterschiedliche Nutzungen und Anforderungen Im Ensemble ihren spezifischen Ort, Massstab und architektonischen Ausdruck was für Bewohner und Personal zu einer ein einfachen Übersicht und guten Orientierung für das Personal beiträgt. Die klare Trennung der Wohn-, Schul- und Personalbereiche mit ihren entsprechenden Umräumen stärken das differenzierte Erleben der Tagesabläufe (Schulweg, Pausenplatz etc.) trotz einer hoher Nutzungsdichte auf dem Areal.